Schwierige Verhandlungen in Ostdeutschland und Berlin

In der vergangenen Woche fanden die Preisverhandlungen mit der AOK Nord Ost für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern statt. Ebenfalls unter Beteiligung der AOK Nord Ost wurden die Preisverhandlungen für Berlin geführt. Die Angebote der Kassen in beiden Verhandlungen waren für die Vertreter des IFK und der übrigen Berufsverbände schwere Kost. Sie schöpften im Beispiel Berlin nicht einmal die Grundlohsumme für das Jahr 2015 aus und beschränkten sich auf die damit verbundene prozentuale Erhöhung für die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Vor dem Hintergrund der desolaten Vergütungssituation in den betroffenen Vertragsgebieten kann dies fast nur als offene Provokation gewertet werden. Sämtliche Argumente von drohendem Fachkräftemangel bis zur Existenznot vieler Praxisinhaber ließen die Kassenvertreter mit großer Gelassenheit an sich abprallen.

Die AOK Nord Ost wird sich jetzt nochmals beraten und es wird sich zeigen, ob eine zweite Verhandlungsrunde sinnvoll sein kann. Extrem schwierig wird es für Berlin. Derzeit kann nicht gesagt werden, wie es dort weiter geht. Die Gremien des IFK werden nach Ostern über eine angemessene Strategie beraten. Wir halten Sie informiert.

Weitere Artikel

8. TherapieGipfel: Anmelden und live dabei sein in Berlin

2026 | 03.06. Unter dem Motto „Heilmittelpolitik aktuell“ lädt der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) Politik, Kostenträger und Berufsangehörige der Heilmittelbranche zum 8. TherapieGipfel nach Berlin ein. Am 11. November um 15 Uhr wird die Veranstaltung eröffnet. Im Historischen Hörsaal im Langenbeck-Virchow-Haus wird der SHV-Vorstand im Rahmen einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit Gesundheitspolitikern und fachkundigen Experten über aktuelle berufspolitische Themen diskutieren.

SHV verdeutlicht politische Positionen im Gespräch mit MdB Yüksel

2026 | 02.06. Mit dem Kabinettsbeschluss zum Stabilisierungsgesetz wurde Ende April die parlamentarische Phase des Gesetzgebungsverfahrens eingeleitet. Doch der Kabinettsbeschluss ist noch kein fertiges Gesetz, sondern kann durch den Bundestag noch substanziell angepasst werden. In persönlichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern machen der SHV und seine Mitgliedsverbände derzeit die Position der Heilmittelerbringer und die Auswirkungen des Gesetzesvorhabens auf die Patientenversorgung deutlich.

physio-NEXT: Unterstützung für eine erfolgreiche Praxisübergabe

2026 | 28.05. Eine Praxisübergabe ist ein komplexer Prozess, der frühzeitige Planung und fundierte Entscheidungen erfordert. Physio-NEXT begleitet IFK-Mitglieder von den ersten Überlegungen bis zur erfolgreichen Umsetzung. Dabei stehen sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen im Fokus.