vdek unterbreitet nicht zeitgemäßes Angebot

Vor dem Hintergrund der mittlerweile allseits bekannten unzureichenden Vergütung in der Physiotherapie hat der Verband der Ersatzkassen in den jüngsten Verhandlungen ein vollkommen inakzeptables Angebot unterbreitet. Der vdek sieht darin eine Vergütungserhöhung von 1 Prozent in den westlichen Bundesländern und gar keine Erhöhung in den östlichen Bundesländern vor.

Das einzige, was dabei zähle, sei das einheitliche Preisniveau aller Kassen. Nach dieser Logik käme es nicht zu einer Vergütungserhöhung, sondern häufig zu einer Preissenkung auf das Niveau der Regionalkassen. Aus Sicht des IFK ist dies eine Abkehr von der bisherigen Vertragspartnerschaft und nicht hinnehmbar. Ein weiterer Einigungsversuch ist für Dezember anberaumt, wobei die Verhandlungsparteien so weit wie nie zuvor von einer Einigung entfernt sind.
Zum Hintergrund: Allein durch einen nicht erfolgten Inflationsausgleich ist die Vergütung in der Physiotherapie in den vergangenen Jahren um 20 Prozent gesunken. Der fachlich und menschlich interessante und fordernde Beruf des Physiotherapeuten wird durch die schlechte Vergütung zunehmend unattraktiver. In einer alternden Gesellschaft mit immer mehr chronisch erkrankten Patienten gefährdet dies die Versorgungssituation. Schon jetzt spüren wir einen Fachkräftemangel, was sich sowohl in externen als auch in unseren eigenen Zahlen bestätigt. Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten umtreibt zudem die Sorge vor Altersarmut.
Vor diesem Hintergrund kann das Angebot des vdek nur als völlig unerklärlich bewertet werden.

Weitere Artikel

8. TherapieGipfel: Anmelden und live dabei sein in Berlin

2026 | 03.06. Unter dem Motto „Heilmittelpolitik aktuell“ lädt der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) Politik, Kostenträger und Berufsangehörige der Heilmittelbranche zum 8. TherapieGipfel nach Berlin ein. Am 11. November um 15 Uhr wird die Veranstaltung eröffnet. Im Historischen Hörsaal im Langenbeck-Virchow-Haus wird der SHV-Vorstand im Rahmen einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit Gesundheitspolitikern und fachkundigen Experten über aktuelle berufspolitische Themen diskutieren.

SHV verdeutlicht politische Positionen im Gespräch mit MdB Yüksel

2026 | 02.06. Mit dem Kabinettsbeschluss zum Stabilisierungsgesetz wurde Ende April die parlamentarische Phase des Gesetzgebungsverfahrens eingeleitet. Doch der Kabinettsbeschluss ist noch kein fertiges Gesetz, sondern kann durch den Bundestag noch substanziell angepasst werden. In persönlichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern machen der SHV und seine Mitgliedsverbände derzeit die Position der Heilmittelerbringer und die Auswirkungen des Gesetzesvorhabens auf die Patientenversorgung deutlich.

physio-NEXT: Unterstützung für eine erfolgreiche Praxisübergabe

2026 | 28.05. Eine Praxisübergabe ist ein komplexer Prozess, der frühzeitige Planung und fundierte Entscheidungen erfordert. Physio-NEXT begleitet IFK-Mitglieder von den ersten Überlegungen bis zur erfolgreichen Umsetzung. Dabei stehen sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen im Fokus.