Barmer GEK Heil- und Hilfsmittelreport 2014

Der neue Heil- und Hilfsmittelreport 2014 offenbart große Lücken und regionale Unterschiede in der Heilmittelversorgung. So liegt die Versorgungsrate insbesondere in den westlichen Bundesländern extrem niedrig, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel nur bei knapp der Hälfte. Gemeint damit ist, dass nur in einem von zwei Fällen nach einer Diagnose, die Physiotherapie nahe legt, auch eine Verordnung durch den Arzt erfolgt ist. Sachsen-Anhalt und vor allem Sachsen erzielen dagegen eine weitgehende Versorgungsdeckung.

Der IFK sieht sich darin bestätigt, dass vor allen in Ländern wie Nordrhein-Westfalen, Saarland und Hessen die Bevölkerung immer noch nicht ausreichend mit Physiotherapie versorgt ist.
Zwar sind die Ausgaben für Physiotherapie in der Barmer GEK gegenüber dem Vorjahr um 4,59 Prozent gestiegen (2013 zu 2012), doch die Anzahl der Leistungsempfänger ist nicht wesentlich gewachsen. Vielmehr handelt es sich um intensivere Behandlungen von Leistungsnehmern, was möglicherweise unter anderem auch an der zunehmenden Zahl von chronisch Kranken liegt.
Die Hälfte der Behandlungen in der Physiotherapie bei den Barmer GEK – Versicherten erfolgen für eine Wirbelsäulenerkrankung, gefolgt von Verletzungen, Operationen und Erkrankungen der Extremitäten und des Beckens. Dabei gehen Frauen doppelt so häufig zum Physiotherapeuten wie Männer.

Weitere Artikel

8. TherapieGipfel: Anmelden und live dabei sein in Berlin

2026 | 03.06. Unter dem Motto „Heilmittelpolitik aktuell“ lädt der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) Politik, Kostenträger und Berufsangehörige der Heilmittelbranche zum 8. TherapieGipfel nach Berlin ein. Am 11. November um 15 Uhr wird die Veranstaltung eröffnet. Im Historischen Hörsaal im Langenbeck-Virchow-Haus wird der SHV-Vorstand im Rahmen einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit Gesundheitspolitikern und fachkundigen Experten über aktuelle berufspolitische Themen diskutieren.

SHV verdeutlicht politische Positionen im Gespräch mit MdB Yüksel

2026 | 02.06. Mit dem Kabinettsbeschluss zum Stabilisierungsgesetz wurde Ende April die parlamentarische Phase des Gesetzgebungsverfahrens eingeleitet. Doch der Kabinettsbeschluss ist noch kein fertiges Gesetz, sondern kann durch den Bundestag noch substanziell angepasst werden. In persönlichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern machen der SHV und seine Mitgliedsverbände derzeit die Position der Heilmittelerbringer und die Auswirkungen des Gesetzesvorhabens auf die Patientenversorgung deutlich.

physio-NEXT: Unterstützung für eine erfolgreiche Praxisübergabe

2026 | 28.05. Eine Praxisübergabe ist ein komplexer Prozess, der frühzeitige Planung und fundierte Entscheidungen erfordert. Physio-NEXT begleitet IFK-Mitglieder von den ersten Überlegungen bis zur erfolgreichen Umsetzung. Dabei stehen sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen im Fokus.