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„DigiPro Physio“ - Pilotprojekt zum digitalen Verordnungsprozess in der Physiotherapie

„Digitalisierung“ gewinnt im deutschen Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung – das gilt auch für die Physiotherapie. Doch was bedeutet „Digitalisierung“ konkret für die Physiotherapeuten und ihre Praxen, für die Abläufe und den bürokratischen Aufwand? Diese Fragen nimmt das Projekt „DigiPro Physio“ genauer in den Blick.

(Pressemitteilung) Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) realisiert in Zusammenarbeit mit der HMM Deutschland GmbH das Pilotprojekt „DigiPro Physio“. Das gemeinsame Ziel ist, auf Grundlage eigener Projekterfahrungen und Ergebnisse zukünftige Standards für die Digitalisierung in der Physiotherapie zu setzen. Die Planungen des Gesetzgebers zur Digitalisierung im Gesundheitswesen haben die Gruppe der Heilmittelerbringer lange Zeit nicht ausreichend berücksichtigt. Während Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser bereits schon große digitale Schritte vorausgegangen sind und z. B. Anwendungen der Telematikinfrastruktur erproben konnten, ziehen die Heilmittelerbringer nur langsam nach. Das Innovationsprojekt bietet den Physiotherapeuten jetzt die Chance, digitale Kompetenzen für die physiotherapeutische Praxis aufzubauen und sich an den Digitalisierungsprozessen ihrer Branche aktiv zu beteiligen – unabhängig von anderen Akteuren in der GKV.

 

 

 

 

Bislang sind die Verordnungsprozesse in der Physiotherapie oftmals langwierig, bürokratisch und vor allem kostspielig. Ziel des Projekts ist es, die Digitalisierung an der richtigen Stelle einzusetzen, um die hochkomplexen Abläufe zu vereinfachen. Die Projektpartner verstehen die Digitalisierung als Basis für neue und effizientere Verordnungsmodelle, für eine bessere und schnellere Versorgung sowie für eine Entbürokratisierung der Verordnungsprozesse. 

 

 

Im Rahmen des Projekts können die teilnehmenden Physiotherapiepraxen mehrere Monate den Einsatz digitaler Arbeitsprozesse erproben, gestalten und verbessern. In der technischen Umsetzung wird den Physiotherapeuten die Softwarelösung „DigiPro Physio“ der HMM als End-to-End-Plattform für Verordnungshandling, Abrechnung und Prozess-Automatisierung zur Verfügung gestellt. Das System bietet ein schnelles, sicheres und vorgelagertes Prüfverfahren für Verordnungen, wodurch sowohl der bürokratische Aufwand sinkt als auch der Anteil fehlerhafter Verordnungen signifikant reduziert wird. Die erste Phase des Projekts konzentriert sich zunächst auf die digitalen Bausteine im Bereich der Abrechnungsprozesse (eAbrechnung). Perspektivisch soll die von der HMM entwickelte All-in-One-Lösung die Physiotherapeuten direkt online mit den Krankenkassen verbinden. Darüber hinaus bereitet das Projekt den flächendeckenden Einsatz der elektronischen Verordnung (eVerordnung) vor.

 

 

„Wenn Digitalisierung in konkrete Anwendungen gefasst wird und dann alltagstauglich von Leistungserbringern genutzt werden kann, schafft das einen tatsächlichen Mehrwert in der Praxis. Wir wollen Digitalisierung nutzen. Dafür müssen wir sie aber erst ausprobieren, um passgenaue Lösungen zu erarbeiten. Wir freuen uns daher sehr, zusammen mit unserem Technologiepartner HMM Deutschland die Digitalisierung in der Physiotherapie selbst gestalten zu können“, so Ute Repschläger, IFK-Vorstandsvorsitzende.

 

 

„Der IFK vertritt als moderner Verband die Interessen der selbstständigen Physiotherapiepraxen – und gerade damit jene Physiotherapeuten, die am stärksten von der Digitalisierung und der Automatisierung profitieren werden. Daher freuen wir uns ganz besonders, gemeinsam mit dem IFK dieses innovative Projekt zu realisieren“, ergänzt Istok Kespret, Geschäftsführer der HMM.

 

 

Hintergrund:

 

 

Das Pilotprojekt greift die Intention wichtiger Gesetzesvorhaben auf, welche von der Politik in den letzten Monaten auf den Weg gebracht worden sind. So etwa das Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG), welches die Entbürokratisierung und Effizienzsteigerung der Prozesse im Gesundheitswesen zum Ziel hat. Hierfür sollen die elektronische Verordnung, die elektronische Prüfung sowie Abrechnung und die elektronische Patientenakte Schritt für Schritt etabliert werden. Das Fundament dieser Säulen ist die Telematik-Infrastruktur (TI), die die Standardisierung der Prozesse und Systeme, Datenschutz und -sicherheit sowie die Automatisierung der Prozesse voraussetzt. Der aktuelle Entwurf des Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetzes (DVPMG) sieht vor, die Physiotherapie bis Anfang 2026 verpflichtend an die TI anzubinden. 

 

 

Weitere Informationen zum Projekt „DigiPro Physio“ gibt es unter www.digiprophysio.de. Mehr zu den Projektpartnern gibt es unter www.ifk.de und www.hmmdeutschland.de.

 

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